Alice

Veröffentlicht auf von yggdrasil

Gestern haben wir uns seit langer, langer Zeit mal wieder etwas gegönnt:

 

Wir waren in Bochum im Kino.

 

Erst waren wir bei Pizza Hut. Sauteuer (meiner Meinung nach) aber mit All-you-can-eat für 6,99 Euro und 6 Pizzasorten zur Auswahl völlig okay.  Ich hätte zwar lieber die heißgeliebte Pizza mit Käse im Rand gehabt, aber da wir momentan auf unseren Geldbeutel achten müssen, war das "Buffet" eine sehr gute Altenative.

 

Pappsatt habe ich mir dann noch das beste Eis der Welt geleistet. Ebenfalls sauteuer, aber L E C K E R.

 

Anschließend (es reichte ja nicht mit der Völlerei) gab es dann das obligatorische Popcorn. 20:30 Uhr sollte Alice im Wunderland starten. Leider wurden wir erst um 20:25 Uhr eingelassen, so dass wir uns noch die Beine in den Bauch stehen mussten.

 

Aber dann war es endlich soweit. Und ich Doofnase hab natürlich erstmal meine 3D-Brille vergessen 

 

Mein Schatz war aber so geistesgegewärtig mir eine mitzubringen.

 

Der Kinosaal war voll, unsere Plätze okay, die Werbung erträglich (auf jeden Fall wesentlich kürzer als in Dortmund) aber die Sitze leider total durchgesessen.

 

Das Wichtigste jedoch: Der Film war spitze!

 

Die Story ist recht schnell erklärt: Alice ist mittlerweile 19 Jahre alt und soll mit dem versnobten Hamish Ascot heiraten. Sie erfährt dies jedoch erst auf der viktorianischen Party, auf der alle nur das Eine erwarten: Sie soll brav "ja" sagen, damit sie versorgt ist und ihrer Mutter nicht zur Last fällt. Doch Alice denkt gar nicht daran. Sie rennt davon - immer dem weißen Kaninchen hinterher. Und fällt zum zweiten Mal in ihrem Leben durch einen Kaninchenbau in das Unterland. Hier erfährt sie, dass sie den Jabberwocky besiegen muss, damit die despotische rote Königin besiegt werden kann. Der Jabberwocky ist ein schwarzer Drache und das "Haustier" der roten Königin, die Angst und Schrecken verbreitet. Doch ist Alice wirklich die Alice, die bereits als Kind im Unterland war? Kann sie die Königin aufhalten?

 

Endlich mal eine emanzipierte Heldin! Alice muss sich zwar erst selbst finden, doch eins weiß sie: Sie muss tun, was sie glücklich macht und nicht, was andere glücklich macht! Aus den Zwängen der viktorianischen Gesellschaft, in der Frauen nur sittsam und unauffällig sein dürfen, gerät sie in die phantastische Welt von Unterland. Hier schert sich keiner darum, dass sie eine Frau ist - oder ein Mädchen, dass im Begriff ist, eine Frau zu werden - nur was getan werden muss ist klar. Auch das will Alice erst nicht. Aber manchmal muss man auch Unangenehmes tun, wenn man dabei man selbst bleiben kann, ist das völlig okay.

 

Das ist die Botschaft des Filmes für mich: Sei du selbst, aber sei kein Egoist um jeden Preis. Ich finde, das ist eine gute Botschaft.

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